Du bist…

Mit dem Fest „Taufe des Herrn“ endet die Weihnachtszeit. Jesus ließ sich taufen… und meine Taufe?

Zum Tagesevangelium (Lukas 3, 15-16, 21-22)

Wie tief

muss ich untergetaucht werden

bis ich dem Leben

auf den Grund komme

 

Wie rein

muss ich gebadet werden

bis meine Haut

durchatmet wird vom Licht

 

wie zart

muss mir gesagt werden

dass ich geliebt bin

bis ich es wirklich

glauben kann

(Andreas Knapp)

 

Foto: Jesus auf den Spuren – Jordan

Empfehlung -> Johannes Hartl: Jeden Augen-Blick

Kinder für Kinder…

Plakat zur Aktion Dreikoenigssingen 2016. Die Jungen Cristobal und Ronald aus El Alto in Bolivien besuchen die Palliri-Fussballschule.
Plakat zur Aktion Dreikoenigssingen 2016. Die Jungen Cristobal und Ronald aus El Alto in Bolivien besuchen die Palliri-Fussballschule.

Auch dieses Jahr machen sich die Sternsinger als Heilige Drei Könige auf den Weg um den Segen Gottes in die Häuser und Wohnungen zu bringen. Sie setzen sich für die Sorgen und Nöte anderer Kinder ein.

Der Aussendungsgottesdienst zur Sternsingeraktion fand gestern in der Kirchengemeinde St. Josef in Berlin-Weißensee statt und einige der uns anvertrauten Kinder wollten mitmachen. Einmal Sternträger oder König sein, um die gute Botschaft in die Häuser zu tragen. Unsere Mitschwestern, Schwester M. Lucilla und Schwester M. Margareta begleiten sie dabei.

Wenn Sie/Ihr den Besuch der Sternsinger wünschen (Bereich Berlin Wannsee/Zehlendorf) ab dem 03. Januar kommen sie gerne zu Ihnen/Euch – unsere Tel. Nr. 030/80 30 30,  E-Mail-Adresse: kontakt@hedwigschwestern.de

… oder machen Sie/Ihr sich auf den Weg und kommen am 06. Januar 2016 um 15 Uhr in unsere Mutterhauskirche – herzliche Einladung!

Das Leitthema der diesjährigen Aktion lautet: „Segen bringen – Segen sein – Respekt für Dich – für Mich – für Andere – in Bolivien und weltweit“.

Respekt hat etwas mit „Aufmerksamkeit“, mit der Fähigkeit, sich anderen zuzuwenden zu tun. Jeder Mensch ist einzigartig, Wir unterscheiden uns von einander in Sprache, Aussehen, Interessen. Wenn wir uns gegenseitig respektieren, achten wir uns und nehmen uns so an wie wir sind (Lukas 10, 25 – 37).

Die zwei Jungen auf dem Plakat wollen darauf hinweisen, dass sie Kinder sein, spielen und Schule besuchen dürfen. Sie bekommen Hilfe über das Projekt Palliri, welches mit den Spenden der Sternsinger ins Leben gerufen und unterstützt wird.

„Vertraue die Vergangenheit Gottes Gnade an, die Gegenwart seiner Liebe und die Zukunft seiner Fürsorge.“ (hl. Augustinus)

 

Die Begegnung mit der Liebe…

Liebe Freunde, liebe Besucher!

Wieder freuen wir uns über die Ankunft des Gottessohnes auf unserer Erde, was wir in seiner Tiefe wohl nie recht begreifen und erfassen werden.

Weihnachten ist das Fest der umgekehrten Bewegung: Gott kommt in unsere alltägliche Welt und heiligt sie. Gott lässt uns und unsere Welt nicht allein. Unsere Geschichte wird seine Geschichte. Das macht uns Mut und schenkt uns Kraft für das Leben im Alltag. Lassen wir uns von der Heiligen Nacht berühren, verändern und ermutigen.

Treten wir an die Krippe, schauen wir, staunen wir, legen wir dem göttlichen Kind alle unsere Sorgen, Nöte, Unzulänglichkeiten, Krankheiten zu Füßen und danken wir ihm, dass er einer von uns Menschen geworden ist.

Diese große Liebe Gottes ist aber letztlich nur mit einem unerschütterlichen Glauben zu verstehen.

In diesem Sinn versammeln wir uns alle an der Krippe und denken in Liebe aneinander und wünschen uns

Gesegnete Weihnachten!

 

Foto: Auf den Spuren Jesu – Bethlehem 2015

Licht des Advents!

In diesen Tagen des Advents wünschen wir ALLEN Gottes reichen Segen:

den Segen der Stille und der inneren Sammlung,

den Segen der Ruhe,

den Segen des Schweigens und Lauschens,

den Segen der guten Begegnungen,

den Segen der Beharrlichkeit und Geduld,

den Segen des persönlichen Betens,

den Segen der persönlichen Vorbereitung,

den Segen des Friedens,

den Segen des Trostes und der Erleuchtung,

den Segen der Versöhnung,

den Segen der Erkenntnis und der Einsicht,

den Segen der guten Worte und Zeichen,

den Segen des Vertrauens und der Zuversicht.

 

So kann Advent überall sein, wo Licht ist!

Traditionell…

Auch dieses Jahr laden wir sehr herzlich in unsere Mutterhauskirche zum Adventskonzert für Flöte und Orgel ein:

Flöte – Christina Mehler

Orgel – Anne-Lise Perret

Samstag 12.12.2015

17:00 Uhr

Herz-Mariä-Kirche

Dreilindenstr. 24, 14109 Berlin

Adventskonzert_2015

Christkönigsfest!

Ende? Warum denn nicht? Irgendwie immer kommen wir an einen Punkt wo es zu Ende geht, wo das Loslassen angesagt wird. Loslassen – was ist mir lieb und teuer? Meine Familie? Meine Ordensfamilie? Mein Beruf/meine Berufung?, Meine Gesundheit? Meine Fähigkeiten oder Geborgenheit? Vielleicht auch mein Land?

Die Natur zeigt uns, dass wir das Loslassen nicht nur mit Schmerz und Wehmut betrachten sollten… so wie im Frühling alles zu Leben erweckt wird, im Sommer sich öffnet und reift, im Herbst die Früchte trägt um dann in der kalten Jahreszeit sich nach innen zurückzuziehen. Alles hat seine Zeit und seine Bestimmung.

Vielleicht besteht die Kunst des Loslassens aber in der Gelassenheit. Wir wissen aber wie es uns geht, wenn wir vom etwas Unverhofftem betroffen oder mehr noch getroffen werden – da ist mit der Gelassenheit nicht immer so einfach… Der Apostel Paulus im Römerbrief 12,12 schreib: „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.“ Und hier öffnet sich die Tür um die Hoffnung nicht zu verlieren: wenn wir von außen betroffen werden, gehen wir nach Innen (Psalm 62,6) um dann wieder neu anzufangen.

Das Kirchenjahr mit dem Christkönigsfest geht ebenfalls zu Ende und macht Platz der Adventszeit, der Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Immer wenn etwas zu Ende geht beginnt etwas Neues.

Jesus sagte zu Pilatus: „Mein Königtum ist nicht von dieser Welt“(Johannes 18,36). Was ist aber mein Königtum, woran halte ich mich fest? Oder anders gefragt: was bereichert mein Leben, was gibt ihm Sinn und Kraft schenkt?

Christus, Du Sonne der Gerechtigkeit –

wärme unsere Herzen,

erhelle unseren Zweifel,

schenke Kraft unserem Bemühen,

siege über all unsere Ängste und Unverständnis.

Denn Du bist der Sieger, Du bist der König,

Du bist der Herr in Ewigkeit!

Amen.

Foto: Anbetungsstunde gestaltet für uns von einer Gebetsgruppe der Gemeinde St. Clemens in Berlin. Ein herzliches Gott vergelt’s für das Geschenk des vielfältigen Gebetes für die uns Anvertrauten, für unsere Mitarbeiter und für uns Schwestern!

Patronatsfest!

Mit der Vigil am 15. Oktober beginnen wir unsere Feierlichkeiten zu Ehren der hl. Hedwig.

Die heilige Hedwig (polnisch: Jadwiga) kam aus bayrischem Adelsgeschlecht ins schlesische Land. Sie hat sich im Geiste Jesu Christi, um die Menschen ihrer Zeit gemüht und gesorgt. Sie hat alle gleich behandelt und keinen Unterschied zwischen Armen und Reichen, zwischen Gebildeten und Ungebildeten gemacht. Selbstlos stiftete sie Frieden in den Familien und zwischen den Völkern.

Als Friedensstifterin verhinderte Hedwig z. B. einen Krieg. Ihr Gemahl war in die Gefangenschaft geraten. Man wollte ihn mit einem Krieg befreien. Hedwig lehnte den Waffengang ab. Demütig bittend ging sie selbst zu diesem feindlichen Herzog und erreichte die gewaltlose Befreiung ihres Mannes.

Die hl. Hedwig hat uns als Friedensboten viel zu sagen:

Wie können wir in unserem Lebensraum, in unseren Familien, in unseren Konventen versöhnend wirken?

Wie lassen sich gegenseitig geschlagene Wunden heilen? Mache ich den Anfang, oder warte ich auf den anderen.

Worte können wie Brücken sein, auf denen wir einander begegnen, …oder …wie Sprengstoff, der alles zerstört, …was benutze ich?

Gütiger Gott, Du hast die hl. Hedwig zu einer Botin des Friedens gemacht und ihr die Gnade geschenkt, inmitten weltlicher Aufgaben ein Beispiel barmherziger Liebe zu geben. Hilf auf ihre Fürsprache auch uns, für Versöhnung und Frieden unter den Menschen zu wirken und Dir in den Notleidenden zu dienen. Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Herrn. Amen.

Herzlich laden wir Sie / Euch ein:

Zum Festgottesdienst am 16. Oktober um 7 Uhr in unsere Mutterhauskirche

am 18. Oktober um 10 Uhr in die St. Hedwigs-Kathedrale

oder am 18. Oktober um 11 Uhr nach Trebnitz / Trzebnica

 

Glaube…

auf dem Prüfstand – zu Lukas 9, 57-62

Jesus hat nicht versprochen, dass das Leben und der Glaube immer einfach sein werden. Jesus weiß um das Ringen und die inneren Kämpfe, die in einem Menschen stattfinden können. Er weiß auch um Scheitern und Gelingen. Das alles ist ihm nicht fremd; es ist ja seine eigene Lebenserfahrung: „Der Menschensohn … hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.“ Da, in dieser Unruhe, in dieser Heimatlosigkeit, ist er mit uns solidarisch.

Deshalb: Wenn auf mich Dinge zukommen, bei denen ich Angst habe, sie könnten mich überfordern, wenn es nicht um etwas, sondern um vieles oder gar um alles geht, in solchen Augenblicken – und nicht nur dann – darf ich den an meiner Seite wissen, der selbst am eigenen Leib erfahren hat, was es bedeutet, ganz gefordert zu sein.

Wenn Leben und Glauben auf dem Prüfstand stehen, muss der Mensch nicht alleine bleiben. Jesus Christus steht an seiner Seite. Jesus Christus nachfolgen heißt, ihn zu entdecken und sich von ihm helfen zu lassen.

Alfons Gerhardt

Amtseinführung…

An diesem Samstag, den 19. September um 11 Uhr wird S. E. Dr. Heiner Koch durch S. E. Wolfgang Ipolt – Bischof von Görlitz in sein Amt als Erzbischof von Berlin eingeführt.

Viele von uns berührten die Grußworte unseres neuen Erzbischofs…

„(…) Als Ihr Dompropst mich anrief und mir die Wahl des Domkapitels mitteilte, wurde es mir angesichts der Verbundenheit mit vielen Menschen in meinem Bistum Dresden-Meißen sehr schwer ums Herz. Aber nachdem ich mich vor Gott entschieden habe, dem Ruf nach Berlin zu folgen, wächst in mir die frohe, gespannte und zuversichtliche Erwartung auf unsere gemeinsame Zeit. (…) Vom Rhein führte mich mein Weg zur Elbe und nun weiter zur Spree: Vom gotischen Dom in Köln zur barocken Hofkirche in Dresden und nun zur klassizistischen St. Hedwigs-Kathedrale im Herzen Berlins. Welcher Reichtum des Lebens und des Glaubens steht hinter diesen Kirchen… wie tief die uns zu allen Zeiten und an allen Orten geschenkte Gegenwart Gottes in der wir leben dürfen. „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Der Herr ist nahe.“ (Phil 4,4-5) Diese Worte aus dem Philipperbrief wählte ich bei meiner Bischofsweihe zu meinem Wahlspruch und werde ihn auch in Berlin im Glauben aus tiefem Herzen weitertragen.“

Wir freuen uns auf diese Amtseinführung – auf unseren neuen Oberhirten von Berlin!

 

Foto: Nach der Amtseinführung – Vertreter des Metropolitankapitels, der Priester, Kapläne und Diakone, der Orden, der Verwaltung und der Jugendarbeit bekunden gegenüber dem Erzbischof ihre Bereitschaft zur gemeinsamen Arbeit im Weinberg des Herrn.

 

 

Gebet für die Familie…

Gott im Himmel,
du hast Abraham zum Vater vieler
Völker gemacht. Du hast in Nazareth
eine Mutter für Jesus, deinen
Sohn erwählt. Du hast die Menschen
dieser Erde als deine Töchter
und Söhne angenommen.
Blicke auf unsere Familien.
Segne die Väter in ihrer Verantwortung
für die Familie, für Staat und
Gesellschaft.
Lass sie Zeit haben. Zeit zum Zuhören,
Zeit zum Spielen, Zeit zum Helfen,
Zeit zum Schweigen,
Zeit zum Reden, Zeit zum Beten,
Zeit für andere, Zeit für sich selbst.


Segne die Mütter, die ein Bild
deiner mütterlichen Liebe sind,
in der Familie, in Staat und Gesellschaft.
Lass sie Heimat sein, Heimat in
Freude, Heimat im Schmerz,
Heimat im Glauben, Heimat in Hoffnung,
Heimat im Kommen, Heimat
im Gehen, Heimat den anderen,
Heimat sich selbst.


Segne die Kinder, denen du Mutter
und Vater sein willst. Schenke ihnen
Gesundheit und Freude, gute
Vorbilder und treue Freunde.
Halte deine Hand über sie in der
Schule und im Betrieb, auf dem
Sportplatz und auf der Straße, im
Jugendtreff und in der Gemeinde.
Lass sie nie ohne Zukunft sein,
wenn sie Gemeinschaft erleben
und Gemeinschaft verschenken,
wenn sie hineinreifen ins Leben.


Segne die Großeltern und alle, die
zur Familie gehören. Schenke ihnen
ein gutes Miteinander in Tagen der
Freude und in Tagen der Not.

Segne
alle, die sich in unserer Kirche und
in unserem Land einsetzen für das
Wohl der Familien.
Um all dies bitten wir dich, guter
Vater, in einer Zeit, in der wir oft ratlos
und hilflos sind. Doch wir vertrauen
auf dich. Amen.


P. Heinz Perne

Die Familie ist die Keimzelle unseres Lebens. Ohne Familie bricht alles auseinander. Daraus ergibt sich die Frage: was bedeutet Familie in unserer Zeit? Wichtig ist es, für unsere Familien in persönlichem oder auch in den Anbetungsstunden zu beten.

Wie wichtig der Kirche die Familie ist, zeigt die Einladung des Papstes Franziskus zur XIV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode vom 4. bis 25. Oktober 2015 unter dem Thema: „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“.

In diesem Anliegen wird in Balderschwang die Bedeutung der Familie mit Tag- und Nachtanbetung besonders betont, zu der wir alle eingeladen sind.