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Lockdown und Ohnmacht

Der Benediktinerpater Anselm Grün hat auf seiner FB-Seite einige Gedanken zur aktuellen Situation mit dem Lockdown mitgeteilt, welche wir gerne  weitergeben möchten:

„Trotz aller Verschärfungen der Vorschriften im Lockdown bekommen wir den Virus einfach nicht in den Griff. Das erzeugt in uns ein Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit. Das Ohnmachtsgefühl ist unangenehm. Ein Weg, diesem Gefühl aus dem Weg zu gehen, besteht darin, die Schuld entweder bei andern oder bei sich selbst zu suchen. Wenn wir die Schuld bei andern suchen, dann haben wir das Gefühl: Eigentlich könnte man die Krise vermeiden. Sie ist in unserer Hand. Nur ein paar Leute sind schuld daran, dass sie uns getroffen hat. Doch dann übergehen wir das Gefühl, dass wir dieser Krise einfach ausgeliefert sind. Wir akzeptieren unsere eigene Begrenztheit und Brüchigkeit nicht. Wenn wir die Schuld bei uns selber suchen, dann schwächen wir uns. Und mit unseren eigenen Schuldgefühlen weichen wir letztlich auch dem Schmerz über unsere Hilflosigkeit aus.

Es ist nicht einfach, die eigene Ohnmacht und Hilflosigkeit anzunehmen. Der Glaube an Gott löst die Ohnmacht nicht einfach auf. Aber der Glaube an Gott hilft mir, mit der Ohnmacht umzugehen. Manchen Situationen gegenüber bin ich ohnmächtig. Aber mit meiner Ohnmacht und Hilflosigkeit bin ich in Gottes Hand. Ich bin getragen von Gottes Liebe. Und an Weihnachten haben wir gefeiert, dass Gott selbst in unsere Ohnmacht hinein gegangen ist und sie gemeinsam mit uns aushält. Die Ohnmacht, in die Jesus hineingegangen ist, gipfelt am Kreuz. Aber wir wissen, dass das Kreuz nicht das letzte Wort ist, sondern dass es verwandelt wird durch die Auferstehung. So dürfen wir hoffen, dass auch unsere Ohnmacht sich in neues Leben hinein verwandelt, dass wir mitten in unserer eigenen Begrenztheit Auferstehung erfahren, dass wir aufstehen in eine neue Lebendigkeit, in ein neues Vertrauen und in eine neue Freiheit und Liebe hinein, die durch nichts zerstört werden kann.

So wünsche ich Euch, dass Ihre alle Schuldvorwürfe an andere und an Euch selbst loslasst und Euch der Situation stellt, wie sie ist. Und dass Ihr Euch in allem, was Ihr an Begrenztheit erlebt, von Gottes guter Hand getragen wisst. Euer P. Anselm Grün“

Dreikönigsfest

Mit dem folgenden Text von Karl Rahner wünschen wir Ihnen/Euch allen ein schönes Dreikönigsfest!

“Siehe, die Weisen haben sich aufgemacht. Ihre Füße liefen nach Bethlehem, ihr Herz aber pilgerte zu Gott. Sie suchten ihn, aber während sie ihn suchten, führte er sie schon. Sie glauben nicht, dass der Mensch einen Schritt unterlassen dürfe, weil Gott ja doch tausend machen müsse, damit beide sich finden.

Sie sahen einen Stern seltsam am Himmel emporsteigen. Und wenn sie auch erschrecken vor der Kühnheit ihres Herzens, so gehorchen sie doch und brechen auf. Sie gehen verschlungene Wege, aber vor Gottes Augen ist es der gerade Weg zu ihm, weil sie ihn in Treue suchen. Der Weg ist weit, die Füße werden müde und das Herz wird schwer.

Es kommt sich seltsam vor, das arme Herz, weil es so anders sein muss als die Herzen der anderen Menschen, die so ernsthaft dumm in ihren Alltagsgeschäften versunken sind, wenn sie mitleidig oder ärgerlich diese Reisenden vorüberziehen sehen auf der Reise der nutzlosen Verschwendung des Herzens. Aber ihr Herz hält durch.

Und wie sie endlich ankommen und niederknien, tun sie nur, was sie eigentlich immer taten, was sie auf der Suche und Reise schon taten: Sie bringen das Gold ihrer Liebe, den Weihrauch ihrer Ehrfurcht, die Myrrhe ihrer Schmerzen vor das Antlitz des unsichtbaren Gottes.

Still, wie sie gekommen sind, schwinden sie wieder aus dem Gesichtskreis der Geschichte. Aber wer einmal sein ganzes Herz bis zum letzten Tropfen verschwendet hat an den Stern, der hat das Abenteuer seines Lebens schon bestanden, der ist angekommen, auch wenn der Weg noch weiterführt.

Lasst auch uns auf die abenteuerliche Reise des Herzens zu Gott gehen! Lasst uns aufbrechen …! Es ist noch alles Zukunft, weil wir Gott noch finden, noch mehr finden können. Der Weg geht durch Wüsten und Finsternisse. Aber verzage nicht: Der Stern ist da und leuchtet.

Du sagst, er stehe zu klein und zu fern am Firmament deines Herzens? Aber er ist da! Er ist nur klein, weil du noch weit zu laufen hast! Er ist nur fern, weil deinem Großmut eine unendliche Reise zugetraut wird!

Brich auf, mein Herz, und wandere! Es leuchtet der Stern. Viel kannst du nicht mitnehmen auf den Weg. Und viel geht dir unterwegs verloren. Lass es fahren. Gold der Liebe, Weihrauch der Sehnsucht, Myrrhe der Schmerzen hast du ja bei dir. Er wird sie annehmen. Denn du wirst ihn finden, weil ER dich längst gefunden hat.” (Karl Rahner)

Evangelium nach Matthäus (Mt 2, 1-12)

Allerheiligen

das Fest verständlich erklärt:

Eine Geschichte von der Himmelspforte

Anstrengend war er gewesen, der Tag mit den vielen Himmelsankömmlingen, und Petrus hatte alle Blicke voll zu tun gehabt, die Leute bis in die Seelengründe auszuleuchten, sauber darüber Buch zu führen und die Passierscheine auszustellen. Vom veritablen Heiligen bis zum Na-ja,-geht-so-gerade-noch war wieder alles dabei gewesen. Nun schloss er das Himmelsbuch und das große Tor.

Ganz weit hinten in der Ferne sah er noch einen, der dem Himmel ganz gemächlich entgegen-drömmelte. Mal blieb er stehen, schaute sich um. Mal kniete er sich hin und starrte auf irgendwas am Boden. Mal setzte er sich, blickte in das Himmelsblau und zückte einen Stift, ein Gedicht zu schreiben oder einen Mönch zu zeichnen.

Petrus war fast beleidigt, dass der da hinten es so gar nicht eilig hatte, in das doch so schöne Himmelsparadies zu kommen. „Auf den warte ich nicht mehr. Wenn er morgen oder ‚weiß-Gott-denn-wann‘ kommt, werde ich ihm gehörig die Meinung sagen.“ Und mit sich selbst sehr akkurat zufrieden und doch zugleich ein wenig grummelig gegen den, der seinen Himmel so wenig schätzte, schnarchte er sich in den Schlaf des Gerechten hinein. Die Gottes-Verwaltung stimmte auf jeden Fall auch heute auf Heller und Seele, … wie sie es ja angesichts seiner rom-gestählten Solidität immer tat.

Mitten in der Nacht wachte er mit einem erschreckten Super-Schnarcher auf? War da was? Irgendetwas stimmte nicht. Leise stand er auf und inspizierte den großen Himmelsraum. Andächtig saßen da die Seelen und schauten mit großen leuchtenden Augen den Quellgrund allen Lichtes. Ein Hauch von Halleluja-Klang lag über der tiefen Harmonie. Alles in Ordnung, dachte er, … in der rechten Ordnung, wie es sich in Gottes großem Haus gehört!

Doch – beim Heiligen Officium! – da, in der hintersten Ecke …, war da nicht ein Gemurmel und Getuschel? In ergrimmter, strenger Würde eilte er dorthin, um auch da für die rechte Himmels-ordnung zu sorgen. Er war schon ganz nah …, ja, hatte schon die Hand erhoben. um energisch auf den Tisch zu klopfen, als er merkte, dass Gott, der Höchste, allerhöchsterselbst da saß und bei einem Gläschen edlen Himmelstropfens mit dem Himmelsbummelanten vom Abend über Gott und die Welt daherplauschte. „Um Gottes Willen, was ist denn mit dem Himmel los,“ verschlug‘s dem Petrus. „Wenn nicht einmal Gott selbst sich an die hohe Ordnung hält, die die Väter Kardinäle und die übrigen Heiligkeitsexperten so wertschätzen, wo kommen wir denn dahin?“ Ein purer Albtraum war der Rest der Nacht.

Unausgeschlafen und mit unrasierten Gedanken begann Petrus am nächsten Morgen seinen Dienst an der Himmelspforte. Und auch das noch, schlimmer konnte der Tag kaum beginnen: Gott Vater saß schon da und strahlte ihn an. „Das fängt ja super an“, seufzte Petrus still in sich hinein.

„Ich hatte eine sehr vergnügliche Nacht“, schmunzelte Gott den Petrus an. „Ich habe so viel von der Erde und mich selbst erfahren, wie lange nicht mehr. Die Schönheit der Malve am Wegesrand … Das Eichhörnchen mit der Haselnuss … Die Weinbergschnecke, wie sie ihre Fühler streckt … Die Blüte und die Hummel … Die Kapelle am Wegrand … – … und vieles, vieles mehr.

Ach ja, und hier ist auch schon dein erster Kunde. Ich habe schon ein paar Worte mit ihm gewechselt. Ein Heiliger 1. Klasse ist er wohl nicht. Aber er hat so was; was genau, ist schwer zu sagen. Wir sind ja bereits übervoll, wie du immer wieder sagst, mein guter Pforten-Peter. Weise ihm doch einfach ein Plätzchen auf der Stufe an meinem Festtagsthron zu. Er wird‘s zufrieden sein, und mich wird er unterhalten.“

… sprach‘s und wandte sich zu gehen, Gott, der Höchste. Petrus aber kriegte vor lauter Verwirrtsein den Mund nicht zu. Er verstand die Welt nicht mehr, und den Himmel schon mal gar nicht.

Am Ende des langen Ganges wandte sich Gott noch einmal um. Petrus stand noch immer ganz erstarrt in seiner Himmelstür. Gott zwinkerte ihm mit einem Auge zu: „Petrus, Himmel ist mal so“ … und setzte sich auf seinen Thron. (Albert Altenähr)

Foto: srh – Altarraum der Basilika zur Hl. Dreifaltigkeit in Fatima

Goldener Oktober

Du wahrhaft edler Name,

den dieser Monat trägt,

wie ein besonderes Kleid,

ein Alleinstellungsmerkmal

der ganz eigenen Art, in der Reihe

seiner anderen elf Geschwister.

Golden spiegelt sich das Licht

in Äpfeln und Birnen, Trauben und Nüssen,

Zwetschgen und Zwiebeln,

im Wein und im Brot, das wir von der Erde

und ihrem Schöpfer Tag für Tag empfangen

und ihm auch zu verdanken haben.

Schlicht und einfach, innig und tief

gehen Menschen mit Maria

beim Rosenkranz Wege der Wandlung,

der Erneuerung und Erlösung

und bilden so ein weltweit heilsam

wirksames Netzwerk des Gebetes.

Du schweigsam singendes und lautlos

sprechendes Mahnmal zum Innehalten

und Aufschauen, wo und wann auch immer,

zum stillen Staunen oder kräftigen Singen

über die Schönheit der Schöpfung.

Goldener Oktober, du Monat der Fülle,

in dir schenkt sich der Himmel göttlich aus,

du lehrst uns in allen Gaben

den Geber zu ehren,

lädst uns, ein zum Loben, Danken und Teilen,

mit und aus ganzem Herzen.

Paul Weismantel

Der Himmel

Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel – im Video gut erklärt von Nina Heereman:

Mit dem Himmel im Herzen ziehen sie aus in dunkle Menschenwinkel. Mit dem Wort vom Himmel scheiden sie die Geister. Die einen nehmen an. Die anderen lehnen ab. Damals wie heute.

Der Himmel ist. Die Botschaft bleibt. Die Welt ist hungrig. Gott bietet sich an. Seine Sehnsucht sind wir. “Der ganze Weg zum Himmel ist Himmel.” Hildegard Nies

Einladung zum Gebet um geistliche Berufungen

An diesem Wochenende findet der Weltgebetstag um geistliche Berufungen statt.

Am 02. und 03. Mai 2020 (von 18:00 bis 18:00 Uhr)  –  24 Stunden Zeit für das Gebet um Jesu Nachfolgerinnen und Nachfolger.

Informationen dazu sind auf der Seite www.werft-die-netze-aus.de zu finden, auch hilfreiche Gebetsimpulse.

Berufung & Berufe

Alle Getauften sind berufen, Gott und den Menschen zu dienen und auf ihre Weise dem Beispiel Jesu zu folgen…

1.Damals stand Jesus am Ufer,

suchte Menschen, ihm nachzufolgen,

um Herzen zu fangen für Gottes Wahrheit.

REF: O Herr, Du hast mich dort schon gesehen,

deine Lippen sprachen aus meinen Namen.

Mein Boot laß ich am Ufer von nun an;

mit Dir, Jesus, beginn’ich meinen Fang.

“Ich habe dich beim Namen gerufen. Ich bin bei dir, weil du in meinen Augen teuer und wertvoll bist und weil ich dich liebe.” Nach Jesaja 43, 1.2.4

Beten wir gemeinsam, da wir alle Werkzeuge Gottes sind!

Aus gegebenem Anlass

Für andere zu beten liegt in Zeiten einer Pandemie nahe.
Hier finden Sie ein Beispiel für fürbittendes Gebet.

Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmittel suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen schenke.

Dies und vieles mehr auf: www.erzbistumberlin.de

Siehe auch: LAUFENDE INFORMATIONEN

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Einfach hilfreich – mit Johannes Hartl:

„Mir fällt die Decke auf den Kopf!“ 20 Tipps für Quarantäne und Isolation

https://johanneshartl.org/blog/

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Corona blog

rbb – corona blog

Krippenspiel der Kinder

„Wir ziehen vor die Tore der Stadt. Der Herr ist nicht mehr fern. Singt laut wer eine Stimme hat! Erhebt die Blicke, wer schwach und matt! Wir ziehen vor die Tore der Stadt und grüßen unseren Herrn.“ GL 225, Text: Gottfried Schille 1971

Auch dieses Jahr laden wir herzlich zum Krippenspiel der Kinder aus SANCTA MARIA ein

am 24. Dezember um 14 Uhr

in unsere Mutterhauskirche, Dreilindenstraße 24, 14109 Berlin.

Seien wir gespannt was Schwester Margareta mit den Kindern eingeübt hat!

Die Kinder freuen sich die Weihnachtsbotschaft (Lk 2, 1-20) weiterzugeben, es ist ein Geschenk der Kinder an uns alle! 🙂

Im Video unten auch eine wunderschöne Weihnachtsbotschaft der KISI Kids:

Gesegnetes und hoffnungsvolles Weihnachtsfest!

Herzliche Einladung!

Auch dieses Jahr laden wir sehr herzlich zum Adventskonzert für Flöte und Orgel ein:

Flöte – Christina Mehler

Orgel – Anne-Lise Perret

Samstag, 14. Dezember um 17 Uhr

Mutterhaus Sancta-Maria, Herz-Mariä-Kirche,

Dreilindenstr. 24, 14109 Berlin

Einklang!

EINKLANG –  eine ökumenische Veranstaltung der Kirche in Berlin für Menschen verschiedener Konfessionen, Generationen und Kulturen. Dies dürften auch einige von uns gestern in Berlin Tegel richtig auskosten!

Es war großartig Johannes Hartl live zu erleben…

Es war großartig die fröhlichen und erfüllten Gesichter zu sehen…

Es war großartig mit den Menschen ins Gespräch zu kommen…

Es war großartig während eines Workshops den gegenseitigen Austausch zu erfahren und einen Menschen, dem man noch nie zuvor begegnet ist über sich beten zu lassen…

Es war großartig während des Lobpreises Gott die Hände entgegenzustrecken, und die Herzen von Seiner Liebe füllen zu lassen…

Soviel Gnade, soviel Geschenk!

Wir sind sehr dankbar dafür, dass so ein Tag überhaupt möglich war… in Berlin… in der Diaspora…

Auch wenn Berlin nicht so schön ist wie vielleicht Augsburg, dafür aber echt, haben wir die Möglichkeit in unsere Herzen zu schauen, in die Tiefe des eigenen Herzens hinabzusteigen… was da echt ist und vielleicht auch weniger schön… um dies vom Herrn umwandeln und sich vom Gott anschauen zu lassen. Denn er sieht uns persönlich an, wie ein Vater das eigene Kind liebevoll ansieht.

Johannes Hartl hat uns gestern nochmal daran erinnert, dass wir mehr nach innen schauen sollen, dass wir den Focus mehr auf Jesus richten sollen, dass wir uns stärker einander in Liebe annehmen sollen… auch oder sogar trotz verschiedener Sichtweisen. /srh

Getauft und Gesandt!