Flutkatastrophe

Wir beten für alle Betroffenen der Flutkatastrophe, für alle Helfer und für die Verstorbenen…

Dazu auch ein guter Beitrag welcher auf der Facebook-Seite von Pater Anselm Grün zu finden ist: „Die Hochwasserkatastrophe hat nicht nur unendlich viel Leid für die Menschen gebracht. Sie hat auch unsere Sicherheit erschüttert. Sie hat uns unsere Ohnmacht aufgezeigt, unsere Ohnmacht gegenüber den Naturgewalten, aber auch unsere Ohnmacht unserem eigenen Leben gegenüber. Wir können noch so achtsam leben, auf einmal kann eine Katastrophe über uns hereinbrechen. Die Überschwemmungskatastrophe hat uns gezeigt, was der Klimawandel in Zukunft uns an zerstörerischen Folgen bescheren wird.

Die Ohnmacht gehört wesentlich zu unserem Leben. Wir fühlen uns auch in anderen Situationen ohnmächtig. Wir stehen der Krankheit ohnmächtig gegenüber, die uns auf einmal überfällt. Wir fühlen uns ohnmächtig manchen Menschen gegenüber, denen wir nicht standhalten können. Und wir erfahren die Ohnmacht im Ringen um ein gutes Leben. Im Kampf gegen unsere Fehler erleben wir immer wieder Niederlagen.

Der französische Trappistenabt Andre Louf meint, Ohnmacht sei ein wichtiges spirituelles Thema. Wenn wir die eigene Ohnmacht erleben, bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere Hände zu öffnen und uns in Gott hinein zu ergeben. Das gilt vor allem für unser Streben nach einem spirituellen Leben. Auch da erfahren wir immer wieder die Ohnmacht, dass wir trotz aller Spiritualität immer wieder in alte Fehler fallen.

Die Ohnmacht der Katastrophe sollte uns dazu einladen, uns mit unserer grundsätzlichen Ohnmacht auszusöhnen. Dann kann der Nullpunkt unserer Selbsterfahrung zum Ort der Gnade werden, dass Gott uns aus der Ohnmacht heraus aufrichtet und uns neue Hoffnung schenkt, dass wir nicht aus Gottes guten Händen fallen können, ganz gleich, was im Äußeren geschieht.

So wünsche ich Euch allen den Engel der Hoffnung als guten  Begleiter. Euer P. Anselm“