Leben als Ordensschwester

„Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, aber nicht um aufzugeben.“

Ein Gedanke des hl. Augustinus

Sr.Claudia Böbing

Wenn der Herr ruft, dann ist es um uns geschehen. Mit dieser inneren Stimme fängt alles an. Es ist schön in Jesus verliebt zu sein und einer Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Ziel anzugehören. Wir beten, singen, helfen und unterstützen uns gemeinsam. Wir tragen, ertragen und respektieren uns gegenseitig. Wir lernen von Maria das „Fiat“ – „Ja“ zu sagen, um uns vom Herrn leiten und führen zu lassen – in unserem Menschsein, in unseren Verschiedenheiten.

Von Anfang an versuchten wir Menschen zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die sich selber nicht helfen können. Das sind Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderung sowie ältere und pflegebedürftige Menschen.

In all unserem Tun ist es uns wichtig, die Nöte und Anliegen der Kirche, der Welt und der Menschen in unsere Gebete mit einzubeziehen. Wir treffen uns dreimal täglich zum Stundengebet und beginnen den Tag mit der hl. Messe.

Papst Benedikt XVI. sagte am 22.09.2011 in seiner Predigt im Olympiastadion:

Christus, der Weinstock Byzantinisches Museum in Athen
Christus, der Weinstock
Byzantinisches Museum in Athen

‘Im Gleichnis vom Weinstock sagt Jesus: „Ich bin der Weinstock – ihr seid die Reben“ (Joh 15,5). Das heißt: „So wie die Rebzweige mit dem Weinstock verbunden sind, so gehört ihr zu mir! Indem ihr aber zu mir gehört, gehört ihr auch zueinander.“ Das ist die Kirche, diese Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus und füreinander, die durch die Taufe begründet und in der Eucharistie von Mal zu Mal vertieft und verlebendigt wird.‘