Hl. Augustinus

Am 28. August feierte die Kirche das Fest des hl. Augustinus. Aus diesem Anlass einige Auszüge aus dem Brief unserer Generaloberin Schwester Simone Nocon:

Das Fest des Hl. Augustinus erinnert uns an einen großen Kirchenlehrer, der seinen Weg durch die Gnade Gottes gefunden hat. Die Sehnsucht nach der Wahrheit, die Sehnsucht nach Gott, den er vor seiner Bekehrung nicht kannte, haben ihn zum brauchbaren Werkzeug Gottes gemacht.

Die Zeit in der Augustinus lebte, war eine Zeit des Umbruchs und von tiefgreifenden Spaltungen bedroht, wie etwa die Zeit des Manichäismus. Auch heute erleben wir Umbrüche und Veränderungen. Die Menschheit sucht nach Erfüllung, doch sie entdeckt eine Unendlichkeit des Möglichen. Der suchende Mensch wird hin und her getrieben und findet doch keine Erfüllung. Die Menschheit trauert dem verlorenen Sinn des Lebens nach. Sogar die hl. Schrift spricht vom durstigen Jesus am Brunnen (Joh. 4,10). Christus verlangt nach Wasser: das heißt, er verlangt nach unserem Glauben, unserer Liebe, ja nach einem guten Wort, gegenseitigem Verzeihen, nach einer tiefen Gottessehnsucht.

Der Hl. Augustinus ist durch Gottes Gnade und durch das beharrliche Gebet seiner Mutter Monika, ein bedeutender Kirchenlehrer geworden. Durch seine zahlreichen theologischen Schriften kann die Kirche dankbar auf einen geistigen Schatz zurückgreifen. Seine tiefe Sehnsucht nach der Wahrheit lässt ihn und uns erkennen, wo wir für immer unseren Durst stillen können.

Foto: Hl. Augustinus in Neuzelle