Dreifaltigkeitssonntag

“Gott ist dreifaltig einer… “, so singen und bekennen wir in einem Credo Lied, aber können wir es verstehen, dass EINS nicht DREI ist und DREI nicht EINS? Vielleicht kann uns eine Erklärung von dem, der es wissen müsste helfen?

„Die Allerheiligste Dreifaltigkeit – sie ist kein Produkt menschlichen Nachdenkens: sie ist das Antlitz, mit dem Gott selbst sich offenbart hat, nicht von einem Lehrstuhl herab, sondern indem er mit der Menschheit geht. Es ist Jesus, der uns den Vater offenbart und uns den Heiligen Geist verheißen hat. Gott ist mit seinem Volk in der Geschichte des Volkes Israel gegangen, und Jesus ist immer mit uns gegangen und hat uns den Heiligen Geist verheißen, der Feuer ist, der uns alles lehrt, was wir nicht wissen, der uns in unserem Inneren führt, der uns gute Ideen und gute Inspirationen eingibt.

Heute preisen wir Gott nicht wegen eines besonderen Geheimnisses, sondern um seiner selbst willen, „denn groß ist deine Herrlichkeit“, wie es im liturgischen Hymnus heißt. Wir loben IHN und danken IHM, weil er Liebe ist und weil er uns dazu beruft, in die Umarmung seiner Gemeinschaft einzutreten, die das ewige Leben ist.“  Papst Franziskus

Bestimmt können wir nun zugeben – in Gott ist ganz schön was los! Und der hl. Augustinus fügt noch hinzu:

„Wo es Liebe gibt, gibt es eine Dreifaltigkeit:

einen Liebenden,

einen Geliebten

und eine Quelle der Liebe.“

Andrej_Rublëv

Bild: Ikone der Heiligsten Dreifaltigkeit 

Frohes Pfingstfest!

Liebe Schwestern, liebe Freunde, liebe Besucher,

Zum hochheiligen Pfingstfest bitte ich für Sie um den Segen, die Gaben und Früchte des Heiligen Geistes in reicher Fülle.

Das Fest des Heiligen Geistes soll auch heute noch die Christen, ja die Welt begeistern. Der Pfingstbericht des Neuen Testamentes reißt uns alle mit. Wie ein Sturm fährt Gottes Geist in die junge Gemeinschaft der ersten Christen, weckt Mut und Zuversicht. Die Apostel und Freunde Jesu, die bis dahin aus lauter Angst die Türen verschlossen hielten, stürmen hinaus. Erfüllt vom Geist Gottes begeistern sie die Menschen und verkünden die Großtaten Gottes.

Nehmen wir den Heiligen Geist ganz bewusst in unser tägliches Gebet und rufen wir ihn an in all unseren Nöten und Situationen unseres Lebens.

Ein frohes und gesegnetes Fest wünschen Ihnen allen

Ihre Schw. M. Vincentia und Schw. M. Marta

 

Nachzulesen: Rundschreiben_Pfingsten_2015

Pfingstnovene

„Komm Heilger Geist der Leben schafft…“

An den neun Tagen zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten betet die Kirche die Pfingstnovene (Apg. 1, 13ff). Die kirchliche Tradition kennt sieben Gaben des Heiligen Geistes, um die die versammelte Gemeinde bittet: den Geist der Weisheit und der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis und der Stärke, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Wenn wir darum bitten, beten wir um die ganze Fülle der Gaben des Heiligen Geistes. (Die Zahl 7 ist eine symbolische Zahl und bezeichnet Fülle.)

 

Komm, Heilger Geist, der Leben schafft,
erfülle uns mit deiner Kraft.
Dein Schöpferwort rief uns zum Sein:
Nun hauch uns Gottes Odem ein.

Komm, Tröster, der die Herzen lenkt,
du Beistand, den der Vater schenkt;
aus dir strömt Leben, Licht und Glut,
gu gibst uns Schwachen Kraft und Mut.

Dich sendet Gottes Allmacht aus
in Feuer und in Sturmes Braus;
du öffnest uns den stummen Mund
und machst der Welt die Wahrheit kund.

Entflamme Sinne und Gemüt,
dass Liebe unser Herz durchglüht
und unser schwaches Fleisch und Blut
in deiner Kraft das Gute tut.

Die Macht des Bösen banne weit,
schenk deinen Frieden allezeit.
Erhalte uns auf rechter Bahn,
dass Unheil uns nicht schaden kann.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt.

Amen.

„Komm, Heilger Geist“ ist ein Hymnus und stammt aus dem 9. Jahrhundert. Textlich geht er auf den heiligen Rhabanus Maurus zurück.

 

Mai…

Der Monat Mai begrüßt uns mit dem stillen Mann der Arbeit – dem hl. Josef! Gott hat seine Lebenspläne auf den Kopf gestellt und immer wenn er anfing zu zweifeln, offenbarte ihm Gott, was er tun soll. Er hat für Maria und Jesus, seinem Pflegesohn gesorgt. Er musste mit ihnen in ein fremdes Land fliehen und sie beschützen. Geht es heute nicht vielen Menschen, vielen Familienvätern so? Er war und ist ein Beispiel der stillen dienenden Fürsorge, deswegen ist er der Patron der Kirche, der Familien,  der Arbeiter, aber auch der Sterbenden.

Was wäre aber der Monat Mai ohne Maria, die Muttergottes – wer kennt noch die Maiandachten? Sie ist die hörende, die betrachtende, die zärtliche Mutter. Ob Kevelaer, Tschenstochau, Fatima oder Lourdes – wer ist dort nicht schon hin gepilgert und hat sie um ein fürbittendes Gebet bei ihrem Sohn gebeten? Wer hat nicht bei sich zu Hause ein Bild der Muttergottes der Immerwährenden Hilfe, des Guten Rates, der Schutzmantelmadonna oder von Maria die Knotenlöserin?

 

Du hast es erfahren Maria:

Gott überfällt nicht die Menschen.

Er wartet auf unser freies Ja.

Du hast ja gesagt. Maria –

damals in Nazareth.

Du sagtest Ja zum Worte Gottes.

Du wusstest nicht,

was dieses Ja im Einzelnen bedeutete:

Das Ja, das wir Gott geben,

ist immer ein Vorschuss an Vertrauen.

Das wusstest du. Und das genügt.

Auch für uns.

Hilf uns ja sagen,

bereit sein, offen sein.

Wie du, Maria. (Hermann Blankenberg)

 

Am 9. Mai in einem Festgottesdienst um 10 Uhr in der Herz-Mariä-Kirche, feiern Schwester Alfonsa, Schwester Crescentia und Schwester Ehrentraud ihr 60-jähriges Ordensjubiläum – herzliche Einladung!

Wir sind dankbar und froh für Ihren Dienst in unserer Ordensgemeinschaft und stimmen mit ihnen das Te Deum an.

Leben …

Auf-erstehung – leben setzt sich durch! Dies können wir wunderbar an der Natur die sich überall zeigt beobachten. Leben mit dem Sonnenaufgang, leben durch den Tag bis zum Sonnenuntergang – „Herr, bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt“ (Lk 24,29).

Leben mit all den Gegensätzen die das Leben mit sich bringt. Es gibt den Tag, aber auch die Nacht, Höhen und Tiefen, Freude und Leid, Ruhe und Arbeit, Motivation und Leere, Spannung und Entspannung … Der Schwache braucht den Starken, der Kranke den Gesunden, der Traurige den Fröhlichen, der Stille den Temperamentvollen… wir brauchen einander – doch vor allem brauchen wir Gott!

Am Osteroktavsonntag / Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit / hat unser Noah das Sakrament der Taufe empfangen – wir freuen uns über unsres Gotteskind und bitten um Begleitung im Gebet. Am 17. Mai empfangen Noah und Janina die erste heilige Kommunion.

Weinstock

 

 

Frohe Ostern!

Liebe Freunde und Besucher!

Nach dem Kreuzestod Jesu waren bei den Freunden Jesu, angesichts des verschlossenen Grabes, mit dem leblosen Leib Christi, nun auch alle Ihre Hoffnungen geschwunden und sie waren nur noch von Angst und Trauer erfüllt. Doch dann –von einem Augenblick auf den anderen, wühlt eine Reihe von unerwarteten Ereignissen sie auf und bringt sie aus der Fassung. –Da sind die Frauen, die eine unfassbare Kunde bringen, -die Jünger finden ein leeres Grab, -die Emmausjünger erleben Unglaubliches auf dem Weg, -und die Apostel haben Erscheinungen des Auferstandenen. –Sie erkennen: der Herr ist auferstanden.

Nun müssen die Apostel vor allen Menschen ein begeistertes Zeugnis für dieses Osterereignis abgeben. Es ist Ihnen bewusst, dass die ganze Menschheitsgeschichte mit der Auferstehung Christi eine neue Bedeutung erhalten hat.

Wir müssen jeden Tag voll Staunen und Dankbarkeit betrachten: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage“ (Mt 28, 20). Dieses Versprechen des Auferstandenen hat, wenn man es häufig betrachtet und ernst nimmt die Kraft, jeden Pessimismus und jede Angst aus unserer Seele zu vertreiben. Auf diesem Versprechen gründet das unerschütterliche Vertrauen der Menschen, die sich vom Osterereignis erleuchten und begeistern lassen. Dieses Versprechen ist ein Geschenk des Auferstandenen, der nicht nur zur Rechten des Vaters sitzt, sondern auch mit uns, seinen Brüdern und Schwestern und mit der Kirche bis ans Ende verbunden ist.

Zu Ihm erheben wir jeden Tag den österlichen Jubelgesang als Dank für die große Liebe zu uns Menschen.

„Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden, Halleluja!“

In diesem Sinne –ein frohes und gesegnetes Osterfest- in schwesterlicher Verbundenheit

Ihre Hedwigschwestern

besonders Schw. M. Vincentia Weide

Fastenzeit

Liebe Schwestern, liebe Freunde, liebe Besucher,

mit dem Aschermittwoch hat die Kirche uns liturgisch in die österliche Bußzeit, oder besser als Fastenzeit bekannt, eingeführt. Diese Zeit soll uns hinführen zur Feier des zentralen Glaubensgeheimnisses: zum Mysterium des Leidens, des Todes und der Auferstehung Christi.

Die Kirche ruft die Gläubigen in der Fastenzeit auf zu Buße, Umkehr und Reue. Es ist keine Zeit der Traurigkeit oder der Lebensverachtung. In Wirklichkeit ist es gerade umgekehrt. Christliche Buße ist der Weg der Erneuerung des Menschen, ist Befreiung von all dem was uns immer wieder klein und erbärmlich werden lässt, ist der Weg in die Fülle des Lebens, in die österliche Freude.

„Das Licht leuchtet in der Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht erfasst.“ (Joh. 1, 5) Als gläubige Christen, als Ordensleute, wissen  wir um diesen Kampf zwischen Licht und Finsternis, der ja mitten durch unser eigenes Herz geht. Immer wieder geht es darum, nach dem Licht zu streben und sich nicht in die Finsternis zu verstecken, geht es darum, auf das Wort des hl. Paulus zu hören der uns im Römerbrief sagt: „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist.“ (Röm. 12, 2)

In diesem Sinne wünsche ich  Ihnen / Euch die Freude eines neuen österlichen Anfangs.

Schw. M. Vincentia Weide

 

Liebenswürdig!

Möge heller Sonnenschein dir leuchten und dein Herz erwärmen.

 

Jeder ist der Rede wert – zu Mk 1, 29-39

Eine Frau,

ein bisschen Fieber –

nicht der Rede wert!

Jeder kann mal krank werden.

 

Aber sie reden mit dir, Herr,

der Jakobus und der Johannes,

der Simon und der Andreas.

Sie reden mit dir

über die Dinge des Alltags,

und so auch über das Kranksein

und über das Fieber der Frau.

 

Am Ende sind sie alle

geheilt.

Vor dir, Jesus, gibt es nichts,

was nicht der Rede wert wäre.

Alles ist für dich wichtig.

Alles – auch ich! . . .

Alfons Gerhardt

 

Abbildung: Schülerarbeit aus dem Jahreskalender 2015 der Sancta-Maria-Schule der Hedwigschwestern „Gott segne dich“.

 

 

 

 

Schritt für Schritt…

Am 2. Februar feiert die Kirche das Fest der Darstellung des Herrn oder besser bekannt als „Mariä LIchtmeß“. Oft wird es eben als Marienfest verstanden, es ist aber ein Herrenfest. Die Eltern Jesu bringen IHN in den Tempel, Jesus wird sogleich als der Messias von einem greisen, frommen Mann namens Simeon erkannt. Er ruft einen Lobpreis aus, den wir täglich in der Komplet beten:

Nun läßt du, Herr,

deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen,

das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet

und Herrlichkeit für dein Volk Israel.  (Lk 29-32)

 

Heute feiern wir auch den Tag des geweihten Lebens, den der hl. Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen hat, weil die Kirche und Welt diese Menschen braucht. Wir sind dankbar für die Gnade der Berufung. Von Maria wollen wir lernen den Weg der Nachfolge Christi zu gehen. Sie ist unser aller Mutter, sie lädt uns ein Tag für Tag den nächsten Schritt zu wagen.

Motiviert werden wir auch durch Papst Franziskus, der das Jahr des geweihten Lebens ausgerufen hat. Begonnen hat das Jahr am ersten Adventssonntag und mit dem Fest der Darstellung Jesu im Tempel am 2. Februar 2016 endet es. Papst Franziskus nennt drei Ziele warum er das besondere Jahr ausgerufen hat: dankbar auf die Vergangenheit zu schauen, die Gegenwart mit Leidenschaft zu leben und die Zukunft voll Hoffnung zu ergreifen. Gerade das dritte Ziel scheint sehr schwierig zu sein, wenn wir uns nüchtern anschauen und die abnehmende Zahl und Überalterung der Schwestern sehen. Aber auch hier macht er uns Hoffnung: „die Hoffnung, von der wir sprechen, gründet nicht auf Zahlen oder Werken, sondern auf denjenigen, auf den wir unsere Hoffnung gesetzt haben und für den „nichts unmöglich“ ist. Das ist die Hoffnung, die nicht enttäuscht“.

So bitten wir um Unterstützung und Begleitung im Gebet:  Gebet_Jahr_der_Orden

 

Geburtstag!

Heute, am 29. Januar, feiern wir Hedwigschwestern den 194. Geburtstag unseres Gründers Robert Spiske. Er war ein großer Prediger, vor allem lagen ihm die armen und verwahrlosten Kinder am Herzen. Er nahm sich dieser Kinder an, mit Hilfe gleichgesinnter Frauen. Daraus entstand unsere Ordensgemeinschaft.

Ihm vertrauen wir all unsere Anliegen an und laden alle ein mit uns zu beten:

 

Allmächtiger Gott, wir danken

dir für deinen Diener

R o b e r t  S p i s k e,

der uns in Wort und Tat ein

Beispiel echter, christlicher

Liebe gegeben hat. Wir bitten

dich, gib uns die Gnade, dass wir

nach seinem Beispiel deinen

Willen erfüllen und in ihm einen

Fürsprecher bei dir haben.

Gewähre uns durch seine

Fürbitte Erhörung in unserem

Anliegen ………… durch Christus,

unserem Herrn. Amen.

 

Gott stärke dich…